Ein gutes Recap-Video erinnert Ihre Kontakte an das Gespräch am Stand und zeigt allen anderen, was sie verpasst haben. Dieser Ratgeber zerlegt die Formel: Einstieg, Aufbau, Motive, Formate und den richtigen Zeitpunkt für die Veröffentlichung.
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Ein Event-Recap ist weder Produktfilm noch Imagefilm. Es hat drei einfache Aufgaben: zeigen, dass Sie dabei waren, den Menschen danken, die Sie getroffen haben, und das Gespräch nach dem Event fortsetzen. Für Kontakte, die am Stand waren, ist es eine Erinnerung. Für alle anderen ist es ein Beleg, dass bei Ihnen etwas los war.
Daraus folgt, was nicht hineingehört: lange Produkterklärungen, das komplette Tagesprogramm, eine Logo-Animation am Anfang. Wer auf LinkedIn scrollt, gibt einem Video nur wenige Sekunden. In dieser Zeit muss klar sein, wo das war, wer zu sehen ist und warum es den Zuschauer betrifft.
Das gilt für Messen genauso wie für Konferenzen, Produktvorstellungen, Kundentage oder Firmenjubiläen. Die Formel bleibt gleich, nur die Motive ändern sich.
Ein Recap von 30 Sekunden lässt sich in fünf Blöcke teilen. Die Zeiten sind Richtwerte, keine starre Regel:
| Zeit | Block | Inhalt |
|---|---|---|
| 0 bis 3 s | Einstieg | das stärkste Bild des Tages, etwa volle Halle, Produkt in Bewegung oder lachendes Team, dazu eine kurze Texteinblendung mit Anlass und Ort |
| 3 bis 10 s | Einordnung | Stand oder Bühne von außen, Logo im Raum, Besucher kommen an |
| 10 bis 22 s | Aktion | Gespräche, Vorführung, Hände am Produkt, Menschen, die zuhören |
| 22 bis 27 s | Kernaussage | ein Satz aus einem Interview oder eine Texttafel mit der Botschaft, etwa eine Neuheit oder ein Dank |
| 27 bis 30 s | Abschluss | Teamfoto oder Logo und eine klare Aufforderung: Termin vereinbaren, Katalog anfordern, nächstes Event |
Ein typischer Fehler ist das Logo ganz am Anfang. Es wirkt wie Werbung, und der Zuschauer scrollt weiter, bevor das erste echte Bild kommt. Setzen Sie das Logo ans Ende und lassen Sie es vorher im Bild auftauchen, etwa an der Standwand.
Für eine längere Fassung von 60 bis 90 Sekunden bleibt der Aufbau gleich. Der Aktionsblock wird länger und bekommt zwei oder drei kurze Aussagen aus Interviews. Mehr dazu im Ratgeber zum 90-Sekunden-Messefilm.
Die Formel funktioniert nur, wenn das Material dafür vorhanden ist. Diese Motivliste deckt einen Recap vollständig ab:
Drehen Sie die ruhigen Einstellungen vor Einlass und die Gespräche in den belebten Stunden. Achten Sie bei Aussagen auf guten Ton, denn in einer lauten Halle macht ein Ansteckmikrofon den Unterschied. Wie Interviews am Stand gelingen, beschreibt unser Ratgeber zum Interview am Messestand.
Halten Sie außerdem eine Version ohne Text und ohne Musik bereit. Sie lässt sich später für andere Sprachen oder Kanäle neu betexten, ohne dass alles neu geschnitten werden muss. Sollen Händler oder Tochtergesellschaften im Ausland das Recap nutzen, ergänzen wir Untertitel in Englisch, Deutsch, Arabisch und Persisch.
Ein Recap wirkt am stärksten, solange das Event noch Gesprächsthema ist, also am Abend des letzten Tages oder am nächsten Morgen. Laden Sie das Video direkt bei LinkedIn hoch, statt einen YouTube-Link zu teilen, denn hochgeladene Videos spielen direkt im Feed ab. Sitzen wichtige Kunden in anderen Zeitzonen, planen Sie einen zweiten Beitrag oder ein erneutes Teilen zu deren Vormittag ein.
Für den Begleittext genügen drei Teile: ein erster Satz, der auch ohne „Mehr anzeigen“ funktioniert, zwei oder drei Zeilen zu dem, was passiert ist, und eine konkrete Aufforderung. Markieren Sie Partner und Kollegen nur, wenn sie im Video vorkommen und einverstanden sind. Posten Sie über die Unternehmensseite und bitten Sie das Standteam, das Video mit eigenen Worten zu teilen.
Danach arbeitet das Video weiter: in der Follow-up-Mail an Messekontakte, im Newsletter, auf der Website. Bei Pixer ist ein 30-Sekunden-Highlight-Video in jedem Messepaket enthalten, das Full-Day-Paket ergänzt einen 90-Sekunden-Film. Wir liefern innerhalb von 24 Stunden nach Messeende, sodass Ihr Recap erscheint, solange die Messe noch präsent ist.
Dabei gewesen, Danke sagen, Gespräch fortsetzen. Produkterklärungen gehören in andere Filme.
Die ersten drei Sekunden entscheiden. Das Logo kommt ans Ende.
Einstieg, Einordnung, Aktion, Kernaussage, Abschluss mit klarer Aufforderung.
Totale, Stand, Gespräche, Details, Reaktionen, eine Aussage, das Team.
Untertitel und kurze Texte, weil Videos im Feed stumm starten.
Am Abend des letzten Tages oder am nächsten Morgen, direkt hochgeladen.
Für den Feed haben sich 30 Sekunden bewährt. Eine Fassung von 60 bis 90 Sekunden mit kurzen Interviewaussagen eignet sich für Website, Newsletter und Follow-up-Mails.
Auf dem Smartphone wirken 1:1 und 4:5 im Feed größer als 16:9. Für Website und YouTube bleibt 16:9 sinnvoll. Am besten lassen Sie beide Fassungen aus demselben Material schneiden.
Musik gibt Tempo und Stimmung, sie muss aber lizenziert sein. Ohne passende Lizenz kann die Plattform den Ton stummschalten. Wichtige Aussagen sollten zusätzlich als Untertitel im Bild stehen.
Am Abend des letzten Tages oder am nächsten Morgen, solange Kontakte sich an das Gespräch erinnern. Deshalb ist eine Lieferung innerhalb von 24 Stunden nach Messeende so wichtig.
Ja. Einstieg, Einordnung, Aktion, Kernaussage und Abschluss funktionieren bei Kongressen, Produktvorstellungen und Kundentagen genauso. Nur die Motive ändern sich.
Wer erkennbar und gezielt gezeigt wird, sollte eingewilligt haben. Bei Gesprächspartnern am Stand fragen Sie am besten direkt vor oder nach der Aufnahme.
Sie möchten nach Ihrer nächsten Messe oder Veranstaltung ein Recap veröffentlichen, solange alle noch darüber sprechen? Schicken Sie uns Termin und Ort, wir planen Dreh und Schnitt.
Antwort innerhalb von 24 Stunden. In Messewochen ist WhatsApp am schnellsten.