Die meisten Menschen stehen nicht gern vor einer Kamera, und das sieht man, wenn die Vorbereitung nicht stimmt. Dieser Ratgeber zeigt, wen Sie auswählen, wie Sie Kollegen vorbereiten und wie ein Interview abläuft, in dem niemand abliest.
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Zuschauer erkennen schnell, ob jemand über seine eigene Arbeit spricht oder einen Text vorträgt. Eine Schichtleiterin, die erklärt, wie sie die Übergabe organisiert, ist glaubwürdiger als jeder Sprecher, auch wenn sie einmal nach dem richtigen Wort sucht. Für Bewerber gilt das doppelt: Sie wollen sehen, mit wem sie arbeiten würden.
Natürlich wirken heißt nicht, dass alles spontan passiert. Es heißt, dass Vorbereitung und Gespräch so angelegt sind, dass Menschen frei sprechen können. Dafür braucht es drei Dinge: die richtige Auswahl, eine Vorbereitung ohne Skript und ein Interview, das sich wie ein Gespräch anfühlt.
Für einen Recruiting-Film gilt zusätzlich: Die Personen sollten die Stellen ausüben, die Sie besetzen wollen. Mehr dazu im Ratgeber Imagefilm oder Recruiting-Video.
Die häufigste gut gemeinte Idee ist ein Text zum Auswendiglernen. Das Ergebnis wirkt meist steif, weil die Person an den nächsten Satz denkt statt an das, was sie sagen will. Besser:
Den organisatorischen Teil, von Räumen bis Zeitplan, beschreibt der Ratgeber Drehtag im Unternehmen vorbereiten.
Wie sich ein Interview anfühlt, hängt vor allem von der Person ab, die fragt. Diese Regeln funktionieren in der Praxis:
Behzad Heidari, Gründer von Pixer, führt seit über 20 Jahren Interviews für Film und Fernsehen. Seine Erfahrung: Die besten Sätze kommen selten in den ersten fünf Minuten, sondern dann, wenn die Kamera vergessen ist.
Neben den Interviews braucht jeder Film Bilder, in denen Menschen einfach arbeiten. Auch dort gilt: je weniger inszeniert, desto besser.
Mit zwei Kameras bei Interviews, wie ab dem Paket Corporate Professional, lassen sich Antworten im Schnitt kürzen, ohne dass es auffällt. Das nimmt den Interviewpartnern den Druck, alles in einem Durchgang perfekt zu sagen. Pakete und ein Beispiel finden Sie auf der Seite Recruiting-Video.
Für jede erkennbare Person im Film sollte eine kurze schriftliche Einwilligung vorliegen: wofür der Film genutzt wird, in welchen Kanälen und wie lange. Die Vorlage bringt unsere Crew zum Dreh mit. Zeigen Sie den Interviewpartnern die Vorschau vor der Veröffentlichung. Das schafft Vertrauen, und beim nächsten Dreh melden sich Kollegen leichter.
Verlässt jemand das Unternehmen, bleibt der Film nutzbar, soweit die Einwilligung das abdeckt, und auf Wunsch lässt sich später eine Fassung ohne die betreffende Person schneiden. Planen Sie deshalb schon im Konzept Szenen, die ohne einzelne Personen funktionieren, damit der Film nicht an einem Gesicht hängt.
Wer Lust hat und die Arbeit selbst macht, wirkt überzeugender als jeder Titel.
Fragen eine Woche vorher, ohne Musterantworten. Stichworte statt Sätze.
Die fragende Person sitzt neben der Kamera, niemand schaut ins Objektiv.
Nichts muss beim ersten Mal sitzen. Zwei Kameras machen Kürzungen unsichtbar.
Schnittbilder im laufenden Betrieb, ohne Posen und ohne Winken.
Schriftlich vor dem Dreh, Vorschau vor der Veröffentlichung.
Mit einer kleinen Runde beginnen und erklären, wofür der Film gedacht ist. Oft melden sich Kollegen, wenn sie hören, dass niemand ablesen muss und alles wiederholt werden kann. Schnittbilder bei der Arbeit sind für die meisten ohnehin unproblematisch.
Nein. Auswendig gelernte Sätze wirken steif. Es reicht, die Fragen vorher zu kennen.
30 bis 45 Minuten inklusive Mikrofon und Einstimmung. Im Film bleiben davon meist einige Sätze.
Ja. Wir führen Interviews auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch und liefern Untertitel, damit der Film für alle Zuschauer verständlich bleibt.
Besser nicht im Raum. Vorgesetzte als Zuschauer machen Interviewpartner vorsichtiger. Die Geschäftsführung sieht stattdessen die Vorschau.
Die Nutzungsrechte am Film sind unbegrenzt, die Einwilligung regelt die Nutzung der Person. Auf Wunsch schneiden wir eine Fassung ohne die betreffende Person.
Sie möchten Ihr Team vor die Kamera holen? Nennen Sie uns Standort, Wunschtermin und wie viele Kollegen sprechen sollen. Fragen und Drehplan erarbeiten wir mit Ihnen.
Antwort innerhalb von 24 Stunden. Kurzfristig ist WhatsApp am schnellsten.