Ratgeber · Corporate Video

Mitarbeiter vor der Kamera: so wirken sie natürlich

Die meisten Menschen stehen nicht gern vor einer Kamera, und das sieht man, wenn die Vorbereitung nicht stimmt. Dieser Ratgeber zeigt, wen Sie auswählen, wie Sie Kollegen vorbereiten und wie ein Interview abläuft, in dem niemand abliest.

Lesezeit ca. 4 Min.Stand: Oktober 2026Für UnternehmenCorporate Video
Mitarbeiterin in Arbeitskleidung spricht in einer Werkstatt mit einem Interviewer, der neben der Kamera auf dem Stativ steht

Alle Preise zzgl. MwSt. · Lieferung in 24 Stunden · Alle Leistungen & Pakete ansehen

Warum echte Kollegen besser wirken als Models

Zuschauer erkennen schnell, ob jemand über seine eigene Arbeit spricht oder einen Text vorträgt. Eine Schichtleiterin, die erklärt, wie sie die Übergabe organisiert, ist glaubwürdiger als jeder Sprecher, auch wenn sie einmal nach dem richtigen Wort sucht. Für Bewerber gilt das doppelt: Sie wollen sehen, mit wem sie arbeiten würden.

Natürlich wirken heißt nicht, dass alles spontan passiert. Es heißt, dass Vorbereitung und Gespräch so angelegt sind, dass Menschen frei sprechen können. Dafür braucht es drei Dinge: die richtige Auswahl, eine Vorbereitung ohne Skript und ein Interview, das sich wie ein Gespräch anfühlt.

Die richtigen Personen auswählen

Für einen Recruiting-Film gilt zusätzlich: Die Personen sollten die Stellen ausüben, die Sie besetzen wollen. Mehr dazu im Ratgeber Imagefilm oder Recruiting-Video.

Vorbereitung: Fragen ja, Skript nein

Die häufigste gut gemeinte Idee ist ein Text zum Auswendiglernen. Das Ergebnis wirkt meist steif, weil die Person an den nächsten Satz denkt statt an das, was sie sagen will. Besser:

  1. Fragen eine Woche vorher schicken, ohne Musterantworten. Die Person soll wissen, worum es geht, nicht was sie sagen muss.
  2. Ein kurzes Vorgespräch am Telefon oder am Drehtag selbst, damit die Stimme der fragenden Person vertraut ist.
  3. Stichworte statt Sätze: Wer sich Notizen machen will, schreibt drei Beispiele auf, keine Formulierungen.
  4. Druck herausnehmen: Sagen Sie deutlich, dass nichts beim ersten Mal sitzen muss und jeder Satz wiederholt werden kann.
  5. Kleidung klären: das, was im Alltag getragen wird, ohne feine Muster und fremde Logos.

Am Drehtag

Den organisatorischen Teil, von Räumen bis Zeitplan, beschreibt der Ratgeber Drehtag im Unternehmen vorbereiten.

Das Interview: so entsteht ein Gespräch

Wie sich ein Interview anfühlt, hängt vor allem von der Person ab, die fragt. Diese Regeln funktionieren in der Praxis:

Behzad Heidari, Gründer von Pixer, führt seit über 20 Jahren Interviews für Film und Fernsehen. Seine Erfahrung: Die besten Sätze kommen selten in den ersten fünf Minuten, sondern dann, wenn die Kamera vergessen ist.

Schnittbilder: bei der Arbeit, nicht für die Kamera

Neben den Interviews braucht jeder Film Bilder, in denen Menschen einfach arbeiten. Auch dort gilt: je weniger inszeniert, desto besser.

Mit zwei Kameras bei Interviews, wie ab dem Paket Corporate Professional, lassen sich Antworten im Schnitt kürzen, ohne dass es auffällt. Das nimmt den Interviewpartnern den Druck, alles in einem Durchgang perfekt zu sagen. Pakete und ein Beispiel finden Sie auf der Seite Recruiting-Video.

Einwilligung, Vorschau und wenn jemand geht

Für jede erkennbare Person im Film sollte eine kurze schriftliche Einwilligung vorliegen: wofür der Film genutzt wird, in welchen Kanälen und wie lange. Die Vorlage bringt unsere Crew zum Dreh mit. Zeigen Sie den Interviewpartnern die Vorschau vor der Veröffentlichung. Das schafft Vertrauen, und beim nächsten Dreh melden sich Kollegen leichter.

Verlässt jemand das Unternehmen, bleibt der Film nutzbar, soweit die Einwilligung das abdeckt, und auf Wunsch lässt sich später eine Fassung ohne die betreffende Person schneiden. Planen Sie deshalb schon im Konzept Szenen, die ohne einzelne Personen funktionieren, damit der Film nicht an einem Gesicht hängt.

Kurz gesagt

Das Wichtigste in Kürze

🙋

Freiwillige wählen

Wer Lust hat und die Arbeit selbst macht, wirkt überzeugender als jeder Titel.

📝

Kein Skript

Fragen eine Woche vorher, ohne Musterantworten. Stichworte statt Sätze.

👀

Blick zur Person

Die fragende Person sitzt neben der Kamera, niemand schaut ins Objektiv.

🔁

Wiederholen erlaubt

Nichts muss beim ersten Mal sitzen. Zwei Kameras machen Kürzungen unsichtbar.

🛠️

Echte Arbeit zeigen

Schnittbilder im laufenden Betrieb, ohne Posen und ohne Winken.

✍️

Einwilligung und Vorschau

Schriftlich vor dem Dreh, Vorschau vor der Veröffentlichung.

Weiterlesen

Passende Ratgeber und Leistungen

FAQ

Häufige Fragen

Was, wenn niemand vor die Kamera will?

Mit einer kleinen Runde beginnen und erklären, wofür der Film gedacht ist. Oft melden sich Kollegen, wenn sie hören, dass niemand ablesen muss und alles wiederholt werden kann. Schnittbilder bei der Arbeit sind für die meisten ohnehin unproblematisch.

Sollen Mitarbeiter einen Text lernen?

Nein. Auswendig gelernte Sätze wirken steif. Es reicht, die Fragen vorher zu kennen.

Wie lange dauert ein Interview pro Person?

30 bis 45 Minuten inklusive Mikrofon und Einstimmung. Im Film bleiben davon meist einige Sätze.

Können Mitarbeiter in ihrer Muttersprache sprechen?

Ja. Wir führen Interviews auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Persisch und liefern Untertitel, damit der Film für alle Zuschauer verständlich bleibt.

Sollte die Geschäftsführung beim Interview dabei sein?

Besser nicht im Raum. Vorgesetzte als Zuschauer machen Interviewpartner vorsichtiger. Die Geschäftsführung sieht stattdessen die Vorschau.

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter später das Unternehmen verlässt?

Die Nutzungsrechte am Film sind unbegrenzt, die Einwilligung regelt die Nutzung der Person. Auf Wunsch schneiden wir eine Fassung ohne die betreffende Person.

Kontakt

Filmteam für Ihr Corporate Video

Sie möchten Ihr Team vor die Kamera holen? Nennen Sie uns Standort, Wunschtermin und wie viele Kollegen sprechen sollen. Fragen und Drehplan erarbeiten wir mit Ihnen.

Antwort innerhalb von 24 Stunden. Kurzfristig ist WhatsApp am schnellsten.