Menschen sprechen in ihrer eigenen Sprache freier und genauer. Wenn Ihr Kunde, Ingenieur oder Distributor eine Sprache spricht, die das Filmteam nicht beherrscht, braucht das Interview einen Dolmetscher und einen klaren Ablauf. So gelingt es am Stand und im Schnitt.
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Auf internationalen Messen stehen Menschen aus vielen Ländern am Stand: der chinesische Entwicklungsleiter, der türkische Großkunde, die italienische Distributorin. Ihre Aussagen sind wertvoll, aber nicht jeder kann sie fließend auf Englisch oder Deutsch formulieren. Ein Interview in einer Fremdsprache klingt dann zögerlich, und die eigentliche Botschaft geht verloren.
Die Regel lautet deshalb: Jede Person spricht in der Sprache, in der sie am sichersten ist. Die Übersetzung übernehmen später die Untertitel. Mehr zu Fragen, Ton und Bild steht im Ratgeber Interview am Messestand.
Pixer führt Interviews selbst auf Englisch, Deutsch, Arabisch und Persisch. Für alle anderen Sprachen, etwa Chinesisch, Türkisch, Italienisch, Spanisch oder Russisch, bringen Sie einen Dolmetscher mit. Diese Person gehört dann fest zum Interview-Team, vom Briefing bis zur Freigabe der Untertitel.
Drei Möglichkeiten kommen in Frage, jede mit eigenen Vor- und Nachteilen:
Egal wer es ist: Die Person muss konsekutiv dolmetschen können, also Satz für Satz nach der Antwort, und sie muss akzeptieren, dass ihre Stimme im fertigen Video in der Regel nicht zu hören ist. Außerdem braucht sie einen gültigen Ausweis für die Halle. Die Regeln dafür stehen im Ausstellerhandbuch des Veranstalters.
Planen Sie vor dem ersten Interview ein kurzes Vorgespräch mit dem Dolmetscher ein: Fragen durchgehen, Fachbegriffe klären, den Platz neben der Kamera zeigen, ein Handzeichen für Pausen vereinbaren. Diese zehn Minuten sparen am Stand mehr Zeit, als sie kosten.
Simultandolmetschen, bei dem gleichzeitig gesprochen wird, eignet sich nicht für Video: Zwei Stimmen überlagern sich und lassen sich im Schnitt kaum trennen. Am Stand wird deshalb konsekutiv gearbeitet:
Der Dolmetscher steht direkt neben der Kamera, auf Augenhöhe mit der interviewenden Person. Sonst schaut der Interviewte zur Seite, und der Blick wirkt im Video abgewandt.
Im Schnitt bleibt meist nur die Originalantwort übrig. Damit das gelingt, müssen die Stimmen getrennt aufgenommen werden: ein Ansteckmikrofon für die interviewte Person, ein zweites Mikrofon oder das Kameramikrofon für Fragen und Übersetzung. Wichtig ist, dass niemand in die Antwort hineinspricht, auch nicht mit einem zustimmenden Wort.
Planen Sie mehr Zeit ein als für ein normales Interview. Jede Frage und jede Antwort wird zweimal gesprochen, dazu kommen Rückfragen. Wo sonst eine Viertelstunde pro Person reicht, sollten Sie mit etwa der doppelten Zeit rechnen und das Interview in eine ruhigere Tageszeit legen, früh am Morgen oder am späten Nachmittag.
Die kurze Zusammenfassung des Dolmetschers am Stand reicht für Untertitel nicht aus. Sie ist frei formuliert und oft kürzer als die Antwort. Für saubere Untertitel braucht es drei Schritte:
Für Sprachen außerhalb von Englisch, Deutsch, Arabisch und Persisch kommt die Übersetzung der Antworten von Ihrer Seite, am besten vom Dolmetscher, der das Interview begleitet hat. Wir setzen die Untertitel dann im Schnitt, und in den zwei Korrekturrunden lassen sich Formulierungen, Namen und Fachbegriffe noch anpassen. Schicken Sie Namen, Titel und Produktnamen vorab schriftlich, in Originalschrift und in lateinischer Umschrift.
Ob Untertitel oder Voice-over besser passt, hängt vom Einsatz ab. Für Social Media sind Untertitel Standard, für Präsentationen kann ein Voice-over sinnvoll sein. Hinweise für mehrere Märkte stehen im Ratgeber Mehrsprachige Untertitel für Messevideos.
Die Einwilligung zur Aufnahme und Nutzung muss die interviewte Person verstehen. Legen Sie das Formular deshalb in ihrer Sprache vor oder lassen Sie es vom Dolmetscher vor Ort erklären. Eine Vorlage und Praxistipps stehen im Ratgeber Einwilligung für Interviews auf der Messe.
Vor der Messe sollte diese Liste abgehakt sein:
Jede Person spricht in der Sprache, in der sie am sichersten ist.
Diese Sprachen deckt unser Team selbst ab. Für alle anderen bringen Sie einen Dolmetscher mit.
Satz für Satz nach der Antwort, nie gleichzeitig mit der Aufnahme.
Ansteckmikrofon für die Antwort, eigenes Mikrofon für Fragen und Übersetzung.
Jede Frage und jede Antwort wird zweimal gesprochen.
Transkript, Übersetzung und Prüfung durch jemanden, der beide Sprachen spricht.
Auf Englisch, Deutsch, Arabisch und Persisch, und in diesen Sprachen liefern wir auch Untertitel. Für andere Sprachen bringen Sie einen Dolmetscher mit.
In der Regel nicht. Im Schnitt bleibt die Originalantwort, die Übersetzung erscheint als Untertitel. Ein Voice-over ist möglich, wenn das Video etwa für Präsentationen gedacht ist.
Für Video ist das nicht geeignet, weil sich die Stimmen überlagern. Konsekutives Dolmetschen nach jeder Antwort lässt sich sauber schneiden.
Eine Person von Ihrer Seite, die beide Sprachen beherrscht, am besten der Dolmetscher selbst. Zwei Korrekturrunden sind enthalten.
Ja, er muss wie jedes Teammitglied in die Halle kommen. Wie Aussteller- oder Serviceausweise vergeben werden, steht im Ausstellerhandbuch des Veranstalters.
Ja, das funktioniert gut, wenn er die Fragen vorher kennt und sie mit der Crew abgestimmt sind. Dann spricht der Interviewte direkt mit einer Person in seiner Sprache, und die Crew achtet auf Bild und Ton.
Sie planen Interviews mit Kunden oder Partnern aus anderen Ländern? Nennen Sie uns Messe, Termin und Sprachen, und wir planen Ablauf und Zeitfenster mit Ihnen und Ihrem Dolmetscher.
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