Messefotos landen oft im Druck: im nächsten Katalog, in einer Broschüre, im Kundenmagazin, auf dem Roll-up für den nächsten Stand. Dieser Ratgeber erklärt, welche Dateien die Druckerei braucht, was Sie mit Blick auf Print fotografieren und welche Freigaben vorher nötig sind.
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Messefotos werden meist für Social Media und die Website geplant. Monate später braucht jemand ein Bild für den Produktkatalog, die Unternehmensbroschüre, eine Anzeige in der Fachzeitschrift, den Geschäftsbericht oder die Grafik des nächsten Messestands. Die Messe ist oft der einzige Anlass, bei dem Produkte, Team und Kunden an einem Ort zusammenkommen, und ihre Fotos landen häufiger im Druck, als irgendjemand geplant hat.
Print stellt andere Anforderungen als ein Bildschirm. Ein Foto, das auf dem Smartphone gut aussieht, kann für eine gedruckte Seite zu klein, zu eng beschnitten oder zu unruhig sein. Und ein verteilter Katalog lässt sich nicht mehr korrigieren. Es lohnt sich, vor der Messe an den Druck zu denken, nicht erst, wenn die Agentur nach Dateien fragt.
Für den Druck zählt, wie viele Pixel in der endgültigen Druckgröße zur Verfügung stehen. Eine verbreitete Faustregel für hochwertigen Druck sind rund 300 Pixel pro Zoll (ppi) in Endgröße. Für eine ganze A4-Seite (21 × 29,7 cm) bedeutet das etwa 2.480 × 3.508 Pixel. Großformate wie Roll-ups und Standwände werden aus größerem Abstand betrachtet und brauchen weniger Pixel pro Zoll. Was genau nötig ist, sagt Ihnen die Druckerei.
Sagen Sie Ihrem Fotografen im Briefing, dass einige Bilder für den Druck gedacht sind. Dann enthält die Auswahl Dateien in voller Auflösung und nicht nur Webversionen.
Drucklayouts brauchen andere Bilder als ein Social-Media-Feed. Wenn feststeht, dass der nächste Katalog oder die nächste Broschüre Messefotos verwendet, gehören diese Motive auf die Shotlist:
Auf dem Smartphone wirkt fast jedes Foto scharf. Im Druck werden kleine Fehler sichtbar. Prüfen Sie Kandidaten in der 100-%-Ansicht auf einem großen Bildschirm:
Mehr dazu im Ratgeber Messefotos auswählen und retuschieren.
Ein Beitrag lässt sich löschen, ein gedruckter Katalog bleibt ein Jahr oder länger im Umlauf. Freigaben vor dem Druck brauchen deshalb mehr Sorgfalt als für Social Media.
| Wer oder was | Was zu klären ist |
|---|---|
| Eigene Mitarbeiter | Einwilligung zur Nutzung im Druck und was passiert, wenn jemand das Unternehmen verlässt |
| Kunden und Partner | Schriftliche Zustimmung zu Name, Gesicht und Firma in Ihrem Material |
| Besucher | Erkennbare Besucher nur mit Einwilligung, sonst ein anderes Foto wählen |
| Produkte und Exponate | Keine Prototypen oder vertraulichen Details, Freigabe durch das Produktmanagement |
| Nutzungsrechte | Die Vereinbarung mit dem Fotografen deckt die Nutzung im Druck ab |
Pixer-Pakete enthalten unbegrenzte Nutzungsrechte, der Druck ist also abgedeckt. Für die Personen im Bild ist die Einwilligung eine eigene Frage, siehe Ratgeber Bildrechte auf Messen. Legen Sie intern auch den Bildnachweis fest, ob Firmenname oder Fotograf.
Speichern Sie die Printauswahl im Archiv mit Hinweisen zu Einwilligungen und Einschränkungen, damit im nächsten Jahr niemand erneut nachfragen muss.
Rund 300 Pixel pro Zoll in Druckgröße sind die übliche Faustregel für hochwertigen Druck.
Versionen aus Social Media und Messenger sind komprimiert und für den Druck zu klein.
Hochformat-Versionen und ruhige Flächen für Überschriften einplanen.
Schärfe, Gesichter, Hintergrund und Produktversion auf einem großen Bildschirm.
Ein Katalog lässt sich nicht löschen. Erst Einwilligung und Produktfreigabe einholen.
Hauttöne und Markenfarben auf Papier prüfen, nicht nur am Bildschirm.
Ja, wenn sie mit Blick auf den Druck entstehen und in voller Auflösung geliefert werden. Freigestellte Produktfotos auf Weiß sind die Ausnahme. Die entstehen besser separat und in Ruhe.
Nicht für den Druck. Dateien aus Social Media oder Messengern sind komprimiert und verkleinert. Fragen Sie nach den Originaldateien in voller Auflösung.
Meist nicht. Fotos werden in RGB geliefert, Agentur oder Druckerei wandeln sie in das Farbprofil des Druckauftrags um. Fragen Sie dort nach dem verwendeten Profil.
Nur mit schriftlicher Einwilligung zu Name, Gesicht und Firma. Ein Druck hält länger als ein Beitrag, deshalb sollte die Einwilligung die Nutzung im Druck ausdrücklich nennen.
Staub, Fingerabdrücke oder ein loses Kabel zu entfernen ist üblich. Das Produkt selbst zu verändern nicht, denn das Bild muss zeigen, was der Kunde tatsächlich bekommt.
Das hängt von der Vereinbarung mit dem Fotografen ab. Pixer-Pakete enthalten unbegrenzte Nutzungsrechte, der Druck eingeschlossen.
Sie planen einen Katalog oder eine Broschüre mit Bildern von der Messe? Nennen Sie uns Messe, Termin und die geplanten Druckprodukte, dann nehmen wir die Printmotive in den Tagesplan auf.
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