Ratgeber · Content & Social Media

Messefotos für Katalog, Broschüre und Print

Messefotos landen oft im Druck: im nächsten Katalog, in einer Broschüre, im Kundenmagazin, auf dem Roll-up für den nächsten Stand. Dieser Ratgeber erklärt, welche Dateien die Druckerei braucht, was Sie mit Blick auf Print fotografieren und welche Freigaben vorher nötig sind.

Lesezeit ca. 4 Min.Stand: Oktober 2026Für AusstellerContent & Social Media
Mann prüft gedruckte Messefotos mit einer Lupe an einem großen Tisch voller Andrucke

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Wo Messefotos im Druck landen

Messefotos werden meist für Social Media und die Website geplant. Monate später braucht jemand ein Bild für den Produktkatalog, die Unternehmensbroschüre, eine Anzeige in der Fachzeitschrift, den Geschäftsbericht oder die Grafik des nächsten Messestands. Die Messe ist oft der einzige Anlass, bei dem Produkte, Team und Kunden an einem Ort zusammenkommen, und ihre Fotos landen häufiger im Druck, als irgendjemand geplant hat.

Print stellt andere Anforderungen als ein Bildschirm. Ein Foto, das auf dem Smartphone gut aussieht, kann für eine gedruckte Seite zu klein, zu eng beschnitten oder zu unruhig sein. Und ein verteilter Katalog lässt sich nicht mehr korrigieren. Es lohnt sich, vor der Messe an den Druck zu denken, nicht erst, wenn die Agentur nach Dateien fragt.

Auflösung und Dateien: was die Druckerei braucht

Für den Druck zählt, wie viele Pixel in der endgültigen Druckgröße zur Verfügung stehen. Eine verbreitete Faustregel für hochwertigen Druck sind rund 300 Pixel pro Zoll (ppi) in Endgröße. Für eine ganze A4-Seite (21 × 29,7 cm) bedeutet das etwa 2.480 × 3.508 Pixel. Großformate wie Roll-ups und Standwände werden aus größerem Abstand betrachtet und brauchen weniger Pixel pro Zoll. Was genau nötig ist, sagt Ihnen die Druckerei.

Sagen Sie Ihrem Fotografen im Briefing, dass einige Bilder für den Druck gedacht sind. Dann enthält die Auswahl Dateien in voller Auflösung und nicht nur Webversionen.

Mit Blick auf den Druck fotografieren

Drucklayouts brauchen andere Bilder als ein Social-Media-Feed. Wenn feststeht, dass der nächste Katalog oder die nächste Broschüre Messefotos verwendet, gehören diese Motive auf die Shotlist:

Fotos für den Druck auswählen

Auf dem Smartphone wirkt fast jedes Foto scharf. Im Druck werden kleine Fehler sichtbar. Prüfen Sie Kandidaten in der 100-%-Ansicht auf einem großen Bildschirm:

  1. Schärfe an den entscheidenden Stellen: Augen, Produktdetails, Schrift auf dem Produkt.
  2. Gesichter: Augen offen, keine halben Gesichtsausdrücke, niemand isst oder schaut aufs Handy.
  3. Hintergrund: keine Logos anderer Aussteller, keine Mülleimer, Kabel oder Kaffeebecher.
  4. Aktualität: Produktversion, Logo und Standdesign passen noch zu dem, was Sie verkaufen, wenn der Katalog erscheint.
  5. Retusche: Staub, Fingerabdrücke und ein loses Kabel dürfen weg. Veränderungen am Produkt selbst nicht, denn das Bild muss zeigen, was der Kunde bekommt.

Mehr dazu im Ratgeber Messefotos auswählen und retuschieren.

Freigaben: Personen, Produkte, Rechte

Ein Beitrag lässt sich löschen, ein gedruckter Katalog bleibt ein Jahr oder länger im Umlauf. Freigaben vor dem Druck brauchen deshalb mehr Sorgfalt als für Social Media.

Wer oder wasWas zu klären ist
Eigene MitarbeiterEinwilligung zur Nutzung im Druck und was passiert, wenn jemand das Unternehmen verlässt
Kunden und PartnerSchriftliche Zustimmung zu Name, Gesicht und Firma in Ihrem Material
BesucherErkennbare Besucher nur mit Einwilligung, sonst ein anderes Foto wählen
Produkte und ExponateKeine Prototypen oder vertraulichen Details, Freigabe durch das Produktmanagement
NutzungsrechteDie Vereinbarung mit dem Fotografen deckt die Nutzung im Druck ab

Pixer-Pakete enthalten unbegrenzte Nutzungsrechte, der Druck ist also abgedeckt. Für die Personen im Bild ist die Einwilligung eine eigene Frage, siehe Ratgeber Bildrechte auf Messen. Legen Sie intern auch den Bildnachweis fest, ob Firmenname oder Fotograf.

Vom Messetag bis zur Druckerei

  1. Vor der Messe: Im Briefing festhalten, welche Druckprodukte geplant sind und welche Motive sie brauchen.
  2. Am Stand: Printmotive zu ruhigen Zeiten fotografieren, am besten am Aufbautag oder vor Einlass, wenn der Stand am aufgeräumtesten ist.
  3. Nach der Lieferung: Printkandidaten in der Auswahl markieren, mit geplanter Verwendung.
  4. Freigaben: Einwilligungen und Produktfreigabe einholen, bevor die Dateien an die Agentur gehen.
  5. Übergabe: Dateien in voller Auflösung mit Bildunterschrift und Bildnachweis schicken, keinen Screenshot eines Layouts.
  6. Proof: einen gedruckten Proof prüfen, nicht nur das PDF am Bildschirm, gerade bei Hauttönen und Markenfarben.

Speichern Sie die Printauswahl im Archiv mit Hinweisen zu Einwilligungen und Einschränkungen, damit im nächsten Jahr niemand erneut nachfragen muss.

Kurz gesagt

Das Wichtigste in Kürze

🖨️

Pixel in Endgröße

Rund 300 Pixel pro Zoll in Druckgröße sind die übliche Faustregel für hochwertigen Druck.

📁

Nur volle Auflösung

Versionen aus Social Media und Messenger sind komprimiert und für den Druck zu klein.

📐

Hochformat und Platz für Text

Hochformat-Versionen und ruhige Flächen für Überschriften einplanen.

🔍

In 100 % prüfen

Schärfe, Gesichter, Hintergrund und Produktversion auf einem großen Bildschirm.

✍️

Freigaben vor dem Druck

Ein Katalog lässt sich nicht löschen. Erst Einwilligung und Produktfreigabe einholen.

🎨

Gedruckter Proof

Hauttöne und Markenfarben auf Papier prüfen, nicht nur am Bildschirm.

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FAQ

Häufige Fragen

Sind Messefotos gut genug für einen Katalog?

Ja, wenn sie mit Blick auf den Druck entstehen und in voller Auflösung geliefert werden. Freigestellte Produktfotos auf Weiß sind die Ausnahme. Die entstehen besser separat und in Ruhe.

Können wir die Fotos nehmen, die wir auf LinkedIn gepostet haben?

Nicht für den Druck. Dateien aus Social Media oder Messengern sind komprimiert und verkleinert. Fragen Sie nach den Originaldateien in voller Auflösung.

Brauchen wir CMYK-Dateien vom Fotografen?

Meist nicht. Fotos werden in RGB geliefert, Agentur oder Druckerei wandeln sie in das Farbprofil des Druckauftrags um. Fragen Sie dort nach dem verwendeten Profil.

Was gilt für Fotos von Kunden in einer gedruckten Broschüre?

Nur mit schriftlicher Einwilligung zu Name, Gesicht und Firma. Ein Druck hält länger als ein Beitrag, deshalb sollte die Einwilligung die Nutzung im Druck ausdrücklich nennen.

Darf ein Foto für den Druck retuschiert werden?

Staub, Fingerabdrücke oder ein loses Kabel zu entfernen ist üblich. Das Produkt selbst zu verändern nicht, denn das Bild muss zeigen, was der Kunde tatsächlich bekommt.

Wer hat die Rechte für die Nutzung im Druck?

Das hängt von der Vereinbarung mit dem Fotografen ab. Pixer-Pakete enthalten unbegrenzte Nutzungsrechte, der Druck eingeschlossen.

Kontakt

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